Eine unabhängige Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrates hat Israel im Gazastreifen des Völkermords beschuldigt. Die dreiköpfige Kommission erklärte, dass vier der fünf Tatbestände der UN-Konvention gegen Völkermord von 1948 erfüllt seien. Diese Tatbestände umfassen Tötung, schwere körperliche oder seelische Schäden, vorsätzliche Zerstörung von Lebensbedingungen sowie Maßnahmen, die darauf abzielen, Geburten zu verhindern.
Der Bericht bezieht sich auf die Ereignisse seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Die Kommission hebt hervor, dass Zivilisten getötet, humanitäre Hilfslieferungen blockiert, Gesundheitseinrichtungen zerstört und religiöse Stätten angegriffen wurden. Diese Handlungen werden als systematisch und gezielt beschrieben.
Die Kommission wirft Israel vor, Maßnahmen zu ergreifen, die auf die vollständige oder teilweise Zerstörung der palästinensischen Bevölkerung abzielen. Zu den begangenen Vergehen zählen auch die Schaffung von Lebensbedingungen, die eine vollständige Auslöschung der Bevölkerung zu ermöglichen scheinen.
Israel und die USA, unter Präsident Donald Trump, erkennen den UN-Menschenrechtsrat nicht an und werfen ihm vor, voreingenommen gegen Israel zu sein. Der Menschenrechtsrat besteht aus 47 Ländern, die alle für drei Jahre gewählt werden.
Der Bericht sorgt weltweit für Diskussionen. Viele Menschen fordern nun internationale Maßnahmen, um die Situation im Gazastreifen zu verbessern und weitere Gewalt zu verhindern.
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