Rio de Janeiro, Brasilien – Am Montag und Dienstag, den 18. und 19. November, findet in der zweitgrößten Stadt Brasiliens, Rio de Janeiro, ein wichtiges Gipfeltreffen der G20-Staaten statt. Unter den Teilnehmern ist auch Bundeskanzler Olaf Scholz. Dieses Treffen bietet eine Plattform für den Austausch über bedeutende globale Krisen.
Obwohl die Gruppe "G20" heißt, sind mittlerweile 21 Mitglieder Teil dieser Organisation. Dazu gehören 19 Staaten sowie die Europäische Union (EU) und seit September 2023 auch die Afrikanische Union (AU). Gemeinsam repräsentieren die G20-Staaten etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung.
Die G20-Staaten sind nicht nur zahlreich, sondern auch wirtschaftlich bedeutend. Sie erwirtschaften rund 85 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und sind für drei Viertel des internationalen Handelsvolumens verantwortlich. Aktuell gehen etwa 80 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen auf ihr Konto, was die Dringlichkeit ihrer Gespräche unterstreicht.
Die G20-Gruppe wurde 1999 gegründet, zunächst als Reaktion auf die Asien-Finanzkrise. Ursprünglich trafen sich die Finanzminister der Mitgliedsländer, doch nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 wurde die Gruppe aufgewertet. Zum ersten Mal kamen die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten in Washington zusammen, um über wichtige wirtschaftliche Themen zu diskutieren.
Der Vorsitz der G20 wechselt jährlich zwischen den Mitgliedsstaaten. Das Land, welches den Vorsitz hat, legt die Agenda für die Treffen fest und organisiert das große Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs. Nach Brasilien wird Südafrika im Jahr 2025 den G20-Vorsitz übernehmen. Deutschland hatte diesen Vorsitz bereits im Jahr 2017.
Das Gipfeltreffen in Rio de Janeiro ist eine wichtige Gelegenheit für die Staats- und Regierungschefs, um über Lösungen für die aktuellen globalen Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsame Strategien zu entwickeln.
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