Die beiden Astronauten Barry „Butch“ Wilmore und Sunita „Suni“ Williams müssen noch bis Anfang des neuen Jahres auf der Internationalen Raumstation (ISS) bleiben. Laut Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA werden sie mit einer Dragon-Raumkapsel von SpaceX im Februar 2024 zurück zur Erde fliegen.
Seit Juni 2023 sind Wilmore und Williams an Bord der ISS, wo sie eigentlich für eine begrenzte Mission von nur acht Tagen vorgesehen waren. Leider konnten sie nicht zurückkehren, da schwere technische Probleme mit der „Starliner“-Raumkapsel auftreten. Diese Kapsel wurde von Boeing entwickelt und sollte sie sicher zur Erde bringen.
„Die NASA hat entschieden, dass Butch und Suni im kommenden Februar mit der Crew-9 zurückkehren werden und dass der Starliner unbemannt zurückkehren wird“, so der NASA-Chef Bill Nelson.
Die Schwierigkeiten mit der „Starliner“-Kapsel sind vielfältig. Ein zentrales Problem sind defekte Schubdüsen, die für das präzise Manövrieren der Kapsel benötigt werden. Zudem gab es während des Fluges zur ISS Heliumlecks und Störungen an den Triebwerken. Obwohl Ingenieure an der Lösung dieser Probleme arbeiten, sind sie bisher nicht behoben worden.
Trotz dieser Herausforderungen zeigt Nelson Vertrauen in Boeing und betont, dass die NASA auch in Zukunft mit dem Unternehmen kooperieren wird. Das „Starliner“-Projekt ist seit Jahren von technologischen Schwierigkeiten betroffen, die dazu geführt haben, dass Boeing hinter SpaceX zurückgefallen ist. Die NASA hatte 2014 hochkarätige Verträge mit beiden Unternehmen über den Transport von Astronauten zur ISS abgeschlossen.
Während SpaceX schon seit 2020 Astronauten sicher zur ISS befördert hat, gelang Boeing im vergangenen Juni das erste Mal ein bemannter Flug zur Raumstation, bei dem der „Starliner“ nun festsitzt.
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