Am 29. September 2025 hat der Bundestag, das deutsche Parlament, drei neue Richterinnen und Richter für das Bundesverfassungsgericht gewählt. Dieses Gericht ist das wichtigste Gericht in Deutschland, das entscheidet, ob Gesetze mit dem Grundgesetz, der deutschen Verfassung, übereinstimmen.
Die Kandidatinnen und Kandidaten wurden in einer geheimen Wahl gewählt. Es waren zwei Frauen, die von der SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) vorgeschlagen wurden: Sigrid Emmenegger und Ann-Katrin Kaufhold. Außerdem wurde Günter Spinner, ein Mann von der Union (Christlich Demokratische Union), gewählt. Damit ist das Gericht wieder vollständig.
Die Wahl war nicht einfach. Im Juli vorher gab es bereits eine Wahl, die gescheitert ist. Das hat bei den Parteien für Ärger gesorgt, weil sie sich nicht einigen konnten. Besonders die Union hatte Bedenken gegen eine Kandidatin der SPD damals, Frauke Brosius-Gersdorf, weil sie eine andere Meinung zum Thema Schwangerschaftsabbrüche hatte. Diese Kandidatin verzichtete später auf ihre Bewerbung.
Die SPD fand daraufhin eine neue Kandidatin, Sigrid Emmenegger. Allerdings gab es auch gegen sie Bedenken, weil manche in der Union ihre Haltung zum Klimaschutz und zu bestimmten wirtschaftlichen Themen kritisch sahen.
Trotz dieser Schwierigkeiten haben die gewählten Kandidatinnen und Kandidaten die nötige Zweidrittelmehrheit im Bundestag bekommen. Das bedeutet, sie haben mehr als zwei Drittel aller Stimmen erhalten, was in solchen wichtigen Wahlen notwendig ist.
Mit dieser Wahl ist das Bundesverfassungsgericht wieder voll besetzt. Es bleibt eine wichtige Instanz in Deutschland, die die Verfassung schützt und sicherstellt, dass alle Gesetze fair sind.
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